Schützenverein Evendorf und Umgegend e.V.

Wir bieten an

Schießstand für Klein- und Großkaliber.

 

Luftgewehrschießstand.

 

Regelmäßiges Übungsschießen.

 

Sport- und Traditionsschießen.

Wir in Evendorf

Über uns

Einige Mitglieder des damals in Evendorf existierenden Sportvereins hatten es sich in den Kopfgesetzt, einen Schützenverein ins Leben zu rufen. Grund genug, sich im ehemaligen Gasthaus Cordes zur Grün-dungsversammlung zu treffen, aus der Wilhelm Lucanus als erster Vorsitzender, Hermann Meyer als zweiter Vorsitzender, Otto Meyer I (Lehrer) als Schriftführer, Otto Meyer II (Schuhmacher) als Kassenwart und Otto Hinrichs und Wilhelm Oberin als Beisitzer hervorgingen.

Insgesamt trugen sich 21 Interessenten aus Evendorf, Döhle, Hörpel und Egestorf als Mitglieder ein. Das Vereinsleben konnte also beginnen. Zunächst wurde die Errichtung eines Schießstandes mit 2 Schießbahnen für die Kleinkaliber-Gewehre (50 m-Bahn) und einer Bahn für die Großkaliber-Gewehre (100 m-Bahn) beschlossen. Das Grundstück für die Schießstandanlage stellte der Gutsbesitzer und 1. Vorsitzende Wilhelm Lucanus zur Verfügung. Der erste Kommandeur des Vereins war der Schützenbruder Otto Hinrichs aus Hörpel. Die ersten Schützenfeste wurden bis zum Jahre 1939 im Festlokal Gasthaus Heinrich Cordes in Evendorf gefeiert. Eine zwischenzeitlich angeschaffte Vereinsfahne wurde bei Kriegsende von den britischen Truppen entwendet und konnte trotz großer Bemühungen des Vereins – sogar beim Königshaus in England - nicht wieder herbei geschafft werden. Das Schützenfest 1939 war die vorerst letzte Veranstaltung des Vereins, denn ab 1939 waren Schützenvereine verboten! Die Vereinstätigkeit ruhte über das Kriegsende hinaus bis zum Jahre 1962.

 

Die Vereinsidee lebt erst 1962 wieder auf

Im Jahre 1962 bekundeten 26 männliche Einwohner – wieder aus den umliegenden Ortschaften Interesse für den Fortbestand des Vereins. Alle traten als Mitglieder in den „Schützenverein Evendorf und Umgegend e. V.“ ein. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Landwirt Franz Mahler gewählt. Die Inbetriebnahme des vorhandenen Schießstandes konnte zum Bedauern der Mitglieder nicht sofort erfolgen, weil in das Gebäude in den letzten Kriegsjahren Vertriebene eingewiesen worden waren; diese zogen erst im Jahr 1965 aus. Inzwischen wurde mit dem Eigentümer des Gründstückes über den Verkauf an den Schützenverein Evendorf verhandelt. Der Eigentümer war aber nicht bereit, an den Verein zu verkaufen, sondern nur unter Auflagen an die Gemeinde Evendorf. Die Gemeinde Evendorf kaufte schließlich das Gründstück und verpachtete es an den Verein für 99 Jahre. Der Schützenverein erfüllte sich langsam wieder mit Leben. Die Instandsetzung des Schießstandes und der Schießanlagen durch die Vereinsmitglieder dauerte bis zum Beginn der Schießsaison 1966. Für das Schießen standen den Schützen jetzt 2 automatische Scheibenanlagen und 1 halbauto-matische zur Verfügung. Von nun an nahmen Pokalmannschaften des Vereins regelmäßig an Pokalwettbewerben anderer Vereine teil. Die Erfolge dieser Mannschaften werden durch die unzähligen Pokale im Schützenhaus dokumentiert. Schützenfest feierten die Evendorfer im Jahre 1966 noch nicht. Im September wurde jedoch der erste Schützenkönig nach der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit ausgeschossen. Schützenbruder Hellmuth Jacobsen aus Egestorf traf am besten.Ausschießungsmodus: 1 Schuß direkt auf die gemalte Königsscheibe mit dem Vereinsgewehr. Der beste Schuss ist der Königsschuss. Diese Regelung hat auch heute noch Gültigkeit.

Schützenfeste – sind das beste!

Im Jahre 1967 gab es dann endlich wieder ein Schützenfest in Evendorf: In diesem Jahr errang Werner Kurkowski die Königswürde. Der Kauf der ersten einheitlichen Schützenuniformen stand an.Schützenbruder Heino Voss aus Evendorf wurde zum Kommandeur gewählt. Er löste den bisherigen kommissarischen Kommandeur Ferdinand Ehlers aus Egestorf ab.Nach dem Schützenfest verbesserten die Mitglieder nochmals ihre Schießanlagen: die bisherigen Schießautomaten wurden durch moderne Scheibentransportanlagen ersetzt.

 

Seit 1967 immer dabei: Musik aus Bispingen

Im Jahre 1967 kam erstmalig der Spielmannszug des MTV Bispingen als musikalischer Begleiter zum Schützenfest nach Evendorf. Später kam noch der Mädchen-Fanfarenzug hinzu. Beide Züge sind seither, auch bei anderen Veranstaltungen in Evendorf, präsent. Es hat sich inzwischen ein ausgezeichnetes freundschaftliches Verhältnis zwischen Evendorfern und Bispingern entwickelt.

Bauwillige Schützen

Zum Schützenfest 1969 gab es erstmals ein Festzelt auf dem Schießstandgelände. Im gleichen Jahr diskutierten die Evendorfer über den Neubau einer Schießhalle mit Beteiligung der Gemeinde. Im Rahmen der geplanten Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen bot sich diese Diskussion an. Danach wurde die Ortschaft Evendorf zum 01.01.1972 der Gemeinde Egestorf zugeordnet. Die Gemeinde Evendorf verfügte noch über eigene finanzielle Rücklagen. Der Landkreis Harburg stimmte zunächst einer derartigen Bezuschussung nicht zu. Schließlich wurde die Bau-genehmigung und die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für den Hallenbau doch noch erteilt.Die Mitgliederzahl des Vereins hatte sich inzwischen auf 60 erhöht. Zum neuen Kommandeur wurde 1972 Hinrich Otto Gieschen gewählt, der dieses Amt auch heute noch ausführt.

Schützen bauen neue Schießhalle

Ein weiterer Meilenstein wurde 1973 gesetzt: In der Jahreshauptversammlung wurde der Neubau der Schießhalle beschlossen. Die Gesamtkosten von ca. 63.000,- DM konnten finanziert werden durch Spenden, Umlagen und enorme Eigenleistungen der Mitglieder sowie dem Zuschuss der Gemeinde. Der Schießstand verfügte damit über 7 KK-Stände à 50 m und 1 Großkaliber-Stand à 100 m. Außer der Errichtung des neuen Gebäudes wurden auch die gesamten Schießanlagen neu erstellt und vergrößert. Freundliche Unterstützung gaben hierbei die zivilen britischen Dienstgruppen (GSO), die in Reinsehlen (Landkreis Soltau-Fallingbostel)  stationiert waren. Zum Schützenfest 1974 konnten das Gebäude und die Anlagen eingeweiht und in Betrieb genommen werden.

Als 1975 die Gleichberechtigung einzog …

Bis 1975 war „Schützenleben“ in Evendorf eine reine Männersache. Das änderten 10 Damen, als 1975 eine Damengruppe ins Leben gerufen wurde. Es brach ein ganz neuer Zeitabschnitt für den Verein an. 1976 erhöhte sich die Anzahl der Damen auf 15. Heute sind sie eine gestandene „Truppe“, ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Vereinslebens mit einer Stärke von fast dreißig Damen.

 

50-jähriges Jubiläum im Jahr 1977 mit Fahnenweihe

Im Jahre 1977 erreichte der Verein die Aufnahme des 100. Mitgliedes. Gleichzeitig feierten die Evendorfer in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Der Verein erhält eine neue Fahne, die feierlich eingeweiht wird. Zur Jubiläumsfeier wurden zahlreiche Gäste, zwanzig (!) Schützenvereine aus der näheren Umgebung und 4 Spielmannszüge, dazu das Blasorchester Brackel, begrüßt.

 

1979: Schützen schmieden wieder Baupläne …

Die Erweiterung des Schützenhauses durch den Bau einer größeren Fest- und Versammlungshalle planten die Schützen in 1979. Möglichkeiten der Finanzierung und alle Zuschussmöglichkeiten durch Soltau-Lüneburg-Abkommen, Samtgemeinde Hanstedt, Gemeinde und Landessportbund, wurden eingehend geprüft. Die Baukosten waren mit ca. 200.000,- DM veranschlagt.Im Jahre 1982 ist die Finanzierung des geplanten Bauvorhabens endlich gesichert. Die Halle wird erweitert, die Bausumme beläuft sich auf 235.000,- DM. Alle Vereinsmitglieder müssen enorme Eigenleistungen erbringen und Hand anlegen. Die Festhalle ist jetzt ca. 235 m² groß und fasst etwa 300 Personen. Der Bau der großen Halle erwies sich bald als Glücksgriff, sie ist die größte Halle in der Gemeinde Egestorf und wird entsprechend genutzt. Außer dem Schützenverein veranstalten die Gemeinde, der Faslamsclub Evendorf, die Freiwillige Feuerwehr Evendorf und der Theaterverein „ De Ebendörper Immenschworm“, ihre Feste und Aufführungen in der Halle. Auch private Feiern finden dort statt.

  

Präsidenten-Wechsel 1989

Zum neuen 1. Vorsitzenden wird der Schützenbruder Hans-Dieter Meyer, Elektromeister, gewählt. Franz Mahler stellt sich – aus Altersgründen – nach 26-jähriger Tätigkeit nicht zur Wiederwahl. Er wird zum Ehrenpräsidenten gewählt.

 

Noch mehr Platz für die Schützen …

Im März 1992 schmieden die Schützen wieder Baupläne: An die bestehende große Festhalle soll eine kleine Halle in der Größe von ca. 12 x 12 m Grundfläche angebaut werden. Grund: die große Halle wird inzwischen so stark für vielseitige Veranstaltungen genutzt, dass ein Auf- und Abbauen der Luftgewehranlagen und das entsprechende Einlagern der Anlagengegenstände nicht mehr zu vertreten ist. Die neue Halle soll deshalb speziell als Luftgewehrschießanlage mit 9 Ständen errichtet werden und zwar so, dass die Anlage auch den Bestimmungen für Wettkämpfe im Drei-Stellungs-Schießen entspricht. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 90.000,- DM.Mit dem Bau wird noch im Jahre 1992 begonnen. Sämtliche Arbeiten, bis auf die Dachkonstruktion, werden von den Mitgliedern ausgeführt. Das Bauvorhaben, einschließlich der Technik, wurde im Jahre 1994 fertiggestellt.

 

Wohlig warme Wärme im Schützenhaus

Im Jahre 1999 wird die Ortschaft Evendorf an die Erdgasversorgung durch die EWE angeschlossen. Damit wird die bisherige Beheizung des Schützenhauses von Flüssiggas auf Erdgas umgestellt. Im Frühjahr 2000 konnte das Bauvorhaben mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Egestorf, des Theatervereins und des Faslamsclubs Evendorf, sowie mit erheblichen Eigenleistungen des Vereins, realisiert werden.

 

Der Schützenverein hat eine Kanone

Das Paradestück, gebaut von Norbert Lütker und einigen Helfern, ist vom TÜV abgenommen.Als Kanoniere gibt es 4 Schützen im Verein, die an einem staatlich anerkannten Lehrgang zum Böllerschießen teilgenommen und die Sachkundeprüfung mit Erfolg abgelegt haben. Die Kanonen-Salutschüsse haben schon so manches Mal die angetretene Kompanie im Nebel stehen lassen …                                                                                                                                

Zukunftsgedanken

Heute hat sich der Schützenverein Evendorf zu einem erfolgreichen Verein mit 116 Mitgliedern entwickelt.
Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

                        1. Vorsitzender:                     Ralf Hagel

                        2. Vorsitzender:                     Manfred Block

                        Schriftführer:                          Werner Niemann

                        Kassenwart:                           Thomas Meyer

                        1. Beisitzer:                            Hendrik Niemann

                        2. Beisitzer:                            Christian Sauer

 

Er schaut optimistisch in die Zukunft. „Vor 75 Jahren gab es noch keine „High-Tech-Gesellschaft“. Da war die Schützengemeinschaft der Dorfmittelpunkt, um sich auszutauschen, um Kontakte und Kameradschaft zu pflegen. Heute gibt es zwar im Zeitalter der Handys, des Internets und der e-Mails eine totale Kommunikation, und die Menschen müssten nicht mehr persönlich miteinander sprechen. Negative Begleiterscheinung dieses Phänomens sei aber die wachsende Vereinsamung der Menschen. Hier müssten die Vereine gegensteuern: die Gemeinschaft zusammenhalten und einen Mittelpunkt, insbesondere für die Jugend, bilden.“ In Evendorf konnten hier die örtlichen Vereine, zum Wohle aller, bisher erfolgreich wirken. Schützenverein, Theaterverein und Freiwillige Feuerwehr, stehen in der 330 Seelen-Gemeinde gemeinsam mit Kameradschaft, Treue, Teamgeist und viel Harmonie untereinander, fest zusammen. Das Schützenfest in Evendorf wird traditionell in jedem Jahr am 1. Wochenende im Juli gefeiert